Am Donnerstag, dem 4.4.2019, begaben sich die 27 Schülerinnen und Schüler der Q1-Leistungskurse Deutsch mit Frau Janßen und Frau Fischer in einem kleinen Bus auf ihre Studienfahrt nach Weimar, um dort alles über die Weimarer Klassik zu erfahren.

Die Fahrt verlief ohne größere Probleme, war aber trotzdem so lang, dass wir erst gegen halb elf im Hostel in Weimar waren und sofort in unsere Betten gingen.
Am Freitag begann unser erster Tag in Weimar sehr früh, aber mit einem ausgewogenen Frühstück, bevor wir das Schillerhaus besuchten. Dort sahen wir unter anderem, wie Friedrich Schiller lebte und sein Haus einrichtete, und einige seiner persönlichen Gegenstände.

 

Weimar 2019

Danach begaben wir uns auf einen gemeinsamen Stadtspaziergang, bei dem wir etwas über Weimars Historie lernten.

Weimar 2019

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Abschließend besichtigten wir Goethes Gartenhaus im Park an der Ilm.
Nach dem Mittagessen wurden wir durch die Anna-Amalia-Bibliothek geführt, die 2004 durch einen Brand beschädigt wurde, wodurch etwa 64.000 Bücher restauriert werden mussten und etwa 50.000 zerstört wurden. Das Highlight der Führung war ein Buch aus dem Jahre 1500, das uns gezeigt wurde. Dies ist das älteste Buch dort, das ohne Handschuhe berührt werden darf.

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Nach dem Abendessen ging ein Teil der Kurse mit Frau Fischer in das Nationaltheater in Weimar. Dort schauten wir das Stück „Trutz“, eine Romanadaption nach Christoph Hein. Das Thema dieses Stückes ist ein Höllenritt durch das 20. Jahrhundert, aus dem Blick einer deutschen und einer russischen Familie.
Am späteren Abend schauten wir uns auf dem neuen Bauhausquartiergelände ein Konzert mit Lichtshow an, das zur Neueröffnung des Bauhaus-Museums stattfand.

Weimar 2019
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Am Samstag konnten wir ein wenig länger schlafen als am ersten Tag, da es erst um 9:45 Uhr mit dem Bus Richtung Weimarer Innenstadt ging. Dort angekommen, konnten wir das schöne Wetter bei 20 Grad und Sonnenschein genießen, bis wir anschließend abwechselnd in zwei Gruppen das frühere Wohnhaus Goethes besichtigten.
Wie auch schon am Tag davor im Schillerhaus bekam jeder von uns einen Audioguide, über den wir Informationen über die Räume des Goethehauses und die zahlreichen antiken und naturkundlichen Sammlerobjekte Goethes erhielten. So konnten wir uns jeder selbstständig über das Leben Goethes informieren. Goethes großer Garten war für viele ein Platz zum Verweilen und um sich ein wenig zu auszuruhen. Nach dem Rundgang konnten wir uns die Ausstellung „Lebensfluten-Tatensturm“ über Goethes Schaffen anschauen.

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Am Mittag ging es dann gemeinsam mit dem Zug Richtung Erfurt. In dieser sehr sehenswerten alten Stadt hatten wir nach einem kleinen Stadtrundgang den Nachmittag über Freizeit, bis wir um spätestens 23:30 Uhr wieder im Hostel in Weimar sein mussten.
Während einige die Großstadt zum Shoppen nutzten, sind andere gemütlich etwas essen gegangen oder haben einen Ort gesucht, um das Topspiel Bayern gegen Dortmund zu gucken. Zurück in Weimar sind einige noch etwas essen gegangen oder haben sich die restliche Zeit zusammen im Hostel beim Kicker- oder Billardspielen vertrieben. Um 23:30 Uhr war schließlich Nachtruhe.
Am Sonntagmorgen ging es sehr früh los zur Gedenkstätte Buchenwald, einem ehemaligen, nur wenige Kilometer von Weimar entfernten, Konzentrationslager. Nachdem wir zunächst einen informativen Film über die Geschichte des Lagers mit zahlreichen Zeitzeugenberichten zu sehen bekommen hatten, wurden wir gut zwei Stunden lang über das Gelände geführt und erfuhren dort sehr viel über Täter und Opfer des Lagers, die Organisation, die menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Insassen und auch die grausamen Tode in diesem sogenannten Arbeitslager. Viele von uns waren von dieser hautnahen Erfahrung mit dem schrecklichen Kapitel der deutschen Geschichte sehr berührt und auch schockiert.

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Weimar 2019Auf der Rückfahrt im Bus hatten wir sieben Stunden Zeit, um in ruhiger Atmosphäre bei frühlingshaftem Wetter alle Eindrücke zu verarbeiten, den versäumten Schlaf nachzuholen und am Ende gut gelaunt und von der deutschen Klassik inspiriert nach Goch zurückzukehren.

Text: Julia Huber / Yannik Gembler / Fischer
Fotos: Helen Marks